Begründung durch A.T. Still
Der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still formuliert die Grundprinzipien der Osteopathie.
Eine manuelle Methode, die den Menschen als Ganzes betrachtet – seit über 150 Jahren. Erfahren Sie alles über Geschichte, Philosophie, Ablauf und Kosten.
Grundlagen
Osteopathie ist eine manuelle Methode, die den Menschen in seiner Gesamtheit betrachtet. Anders als Ansätze, die sich auf einzelne Symptome konzentrieren, sieht die Osteopathie den Körper als funktionelle Einheit: Knochen, Muskeln, Organe, Nerven und Gewebe stehen in ständiger Wechselwirkung.
Der Begriff „Osteopathie" setzt sich aus den griechischen Wörtern osteon (Knochen) und pathos (Leiden) zusammen. Heute umfasst die Osteopathie weit mehr als nur die Arbeit an Knochen – sie bezieht den gesamten Bewegungsapparat, die inneren Organe und das craniosacrale System mit ein.
Wichtig: Osteopathie versteht sich als Ergänzung zur Schulmedizin. Sie ersetzt keine ärztliche Diagnose und ist keine Notfallmedizin.
Alle Strukturen und Systeme sind miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig.
Die Form einer Struktur bestimmt ihre Funktion – und umgekehrt beeinflusst die Funktion die Struktur.
Der Körper verfügt über Mechanismen, sein inneres Gleichgewicht zu erhalten.
Wo Blut und Flüssigkeiten frei fließen können, sind die Voraussetzungen für Wohlbefinden gegeben.
Geschichte
Die Osteopathie hat eine über 150-jährige Geschichte – von einem amerikanischen Landarzt bis in die moderne Praxis.
Der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still formuliert die Grundprinzipien der Osteopathie.
Still gründet die „American School of Osteopathy" in Kirksville, Missouri.
John Martin Littlejohn gründet die British School of Osteopathy in London.
Die Osteopathie beginnt sich im deutschsprachigen Raum zu verbreiten.
Zahlreiche Ausbildungsinstitute und Berufsverbände sorgen für Qualitätsstandards.
Die drei Säulen
In der Praxis unterscheidet man drei Arbeitsgebiete – die jedoch nie isoliert betrachtet werden, sondern als zusammenhängendes System.
Arbeit am Bewegungsapparat: Knochen, Gelenke, Muskeln, Sehnen, Bänder und Faszien. Verschiedene Techniken – von sanften Mobilisationen bis hin zu Impulstechniken.
Arbeit an den inneren Organen und ihren bindegewebigen Aufhängungen. Entwickelt von Jean-Pierre Barral. Sanfte Techniken für die Beweglichkeit der Organe.
Arbeit am Schädel (Cranium), der Wirbelsäule und dem Kreuzbein (Sacrum). Entwickelt von W.G. Sutherland. Sehr sanfte, feine Berührungen.
Die biodynamische Osteopathie wurde von Dr. James Jealous D.O. (1943–2021) entwickelt. Er verband die Craniosacrale Osteopathie nach Sutherland mit der Embryologie-Lehre von Prof. Dr. Erich Blechschmidt. Bei der biodynamischen Arbeit geht es um sehr feine Wahrnehmung und sanfte Berührungen – achtsames Wahrnehmen und Raum geben für die körpereigene Regulation.
In meiner Praxis bildet die biodynamische Arbeit einen wichtigen Schwerpunkt. Meine Weiterbildungen habe ich am BPSCO (Bavarian Pediatric School & Clinic for Traditional Osteopathy) sowie bei der Alten Schule absolviert – beides renommierte Fortbildungsinstitute für biodynamische Osteopathie.
„Es geht um achtsames Wahrnehmen und Raum geben für die körpereigene Regulation."
Ablauf
Die Erstsitzung dauert etwa 60–75 Minuten – genug Zeit, um Sie als ganzen Menschen kennenzulernen.
Ausführliche Anamnese – Ihre Geschichte von der Geburt bis heute
Mit den Händen ertaste ich Spannungsmuster und Bewegungsqualitäten
Sanfte manuelle Techniken – angepasst an Ihre Bedürfnisse
Besprechung und Zeit zum Ankommen
Folgesitzungen dauern meist 45–60 Minuten. Zwischen den Terminen liegen meist 2–4 Wochen – der Körper braucht Zeit zur Anpassung.
Zielgruppen
In meine Praxis kommen Menschen jeden Alters – vom Säugling bis zum Senior.
Menschen, die sich eine ganzheitliche Betrachtung wünschen und Körper, Geist und Seele als Einheit betrachten möchten.
Achtsame Begleitung während der Schwangerschaft. Ergänzend zur Vorsorge bei Arzt oder Hebamme.
Besonders sanfte Techniken für die Kleinsten. Ergänzend zur kinderärztlichen Betreuung.
| Merkmal | Osteopathie | Physiotherapie | Chiropraktik |
|---|---|---|---|
| Fokus | Ganzer Körper als Einheit | Bewegungsapparat | Wirbelsäule |
| Methodik | Rein manuell, breites Spektrum | Manuell, Übungen & Geräte | Schnelle Impulse |
| Verordnung | Eigenständig möglich | Meist ärztlich | Eigenständig |
| Dauer | 45–75 Minuten | 20–30 Minuten | 15–30 Minuten |
Alle Methoden können sich gut ergänzen.
Kosten
Viele Krankenkassen bezuschussen osteopathische Sitzungen.
Über 100 GKV bezuschussen Osteopathie:
PKV und Beihilfe erstatten meist entsprechend dem vereinbarten Tarif – oft vollständig oder weitgehend.
Sie erhalten eine detaillierte Rechnung nach GebüH, die Sie bei Bedarf einreichen können.
Häufige Fragen
Einzugsgebiet
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Weiterführend
Seriöse Quellen für alle, die mehr über Osteopathie erfahren möchten.
BVO: Kostenerstattung Osteopathie
VOD: Krankenkassenliste
Krankenkassen.de: Übersicht
AOK: Osteopathie-Leistungen
Knochenjob – Der Osteopathie-Podcast
Locker & fachlich fundiert
Nachgefragt – Der Osteopathie Podcast
BVO-Podcast für Patienten
OSTLIB – Studiendatenbank
Über 9.000 Studien & Fachartikel
VOD Forschungsseite
Studienübersichten & Patienteninfos
Wikipedia: Osteopathie
Umfassender Überblick mit Quellenangaben
OSTEOKOMPASS
Therapeutenverzeichnis & Blog
VOD Therapeutensuche
Qualifizierte Therapeuten in Ihrer Nähe
BVO Patienteninfo
Was Sie als Patient wissen sollten
Ich freue mich darauf, Sie in meiner Praxis in Niederaichbach kennenzulernen. Die Erstsitzung dauert ca. 60–75 Minuten – genug Zeit für Sie und Ihr Anliegen.
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